16
JUNI
2026

MINTmit-Aktionstage der THM – Die Klasse 10G1 erforscht Radioaktivität

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Am 29.05.2026 machte sich die Klasse 10G1 mit Klassen- und Chemielehrer Kevin Bönicke und Lehrkraft im Vorbereitungsdienst Frau Koch auf den Weg zu den MINTmit-Aktionstagen an die Justus-Liebig-Universität Gießen. Ziel war das PiA-Institut. Die Klasse bewarb sich für die von der THM organisierten Aktionstage im Bereich der Naturwissenschaften. Dabei wurde das Thema „Radioaktivität und kosmische Strahlung“ priorisiert. Die Bewerbung war schließlich erfolgreich und die Lerngruppe hatte die Möglichkeit, in diesem interessanten Themengebiet einen Tag lang gemeinsam mit Forschenden rund um die Physikerin Prof.in Dr. Claudia Höhne zu forschen.

Im Rahmen des Aktionstages erhielten die Schülerinnen und Schüler zunächst einen theoretischen Einblick und erfuhren, wie sich radioaktive Strahlung sichtbar machen lässt. Die Theorie wurde sodann unmittelbar in die Praxis umgesetzt. Die Lernenden durften selbst eine Nebelkammer entsprechend einer Anleitung mit vorher ausgewählten Materialien aufbauen und natürlich auch austesten.

 

Frau Prof.in Dr. Höhne erklärt die theoretischen Grundlagen.

 

Nebelkammer mit Uran-Mineral – sichtbare radioaktive Strahlung (Nebelstreifen nach links)

 Die radioaktive Strahlung wird sichtbar, da die energiereiche Strahlung die Luft in der Nebelkammer ionisiert. Ionen sind geladene Teilchen. In der Nebelkammer befindet sich Alkoholdampf. Alkohol-Moleküle sind polar. Die Ionen und die Alkohol-Moleküle ziehen sich gegenseitig an. So entsteht ein sichtbarer Nebelstreifen.

Im Zuge dieses Experiments sahen die Schülerinnen und Schüler nicht nur radioaktive Strahlung. Sie stellten auch fest, dass die pure Umgebung radioaktiv ist, denn auch ohne Probe in der Nebelkammer trat radioaktive Strahlung auf. Dabei handelt es sich um eine ganz natürliche radioaktive Strahlung, die überall in der Umwelt auftritt.

 

Abgesehen von der Nebelkammer beschäftigten sich die Lernenden intensiv mit dem radioaktiven Zerfall, also mit dem Zerfall instabiler Atomkerne. Dazu lernten sie Zerfallsreihen kennen. Wichtig war es, die Nuklidkarte lesen zu können, um Zerfallsreihen und Kernreaktionsgleichungen zu notieren und zu bestimmen, welcher Zerfall zu welchem Resultat führt. Auch die Halbwertszeit wurde genau unter die Lupe genommen. Schließlich wurden Impulsraten gemessen und ein entsprechendes Diagramm dazu erstellt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammenfassend wurde dieses umfassende Themengebiet sehr schülernahe, praxisorientiert und fachlich fundiert dargelegt und erforscht. Die 10G1 hatte großen Spaß und dankt den Organisatorinnen und Organisatoren sowie Frau Prof.in Dr. Höhne und ihrem Team herzlich!

 

Kevin Bönicke

Chemielehrer und Klassenlehrer der 10G1