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MAI
2026

#SBSerinnert: Exkursion nach Trutzhain: Geschichte erleben und Demokratie verstehen

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Am vergangenen Mittwoch unternahmen der Geschichts-Leistungskurs von Katharina Pietsch sowie der WPU „Diktatur erinnern – Demokratie leben!“ von Dr. Matthias Zipp eine gemeinsame Exkursion zur Gedenkstätte Trutzhain in Nordhessen. Ziel des Besuchs war es, sich intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen- und späteren Internierungslagers auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Erinnerungskultur für unsere heutige Demokratie zu reflektieren.

Nach der Ankunft wurden die Schülerinnen und Schüler von Jürgen Junker, ehemaliger Lehrer und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte, begrüßt und in die historische Bedeutung des Ortes eingeführt. Trutzhain entstand aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager STALAG IX A Ziegenhain, in dem während des Zweiten Weltkriegs tausende Soldaten verschiedener Nationen gefangengehalten wurden. Besonders erschütternd war für viele die Erkenntnis, unter welchen menschenunwürdigen Bedingungen die Gefangenen leben mussten.

Während der Führung besichtigte die Gruppe unter anderem erhaltene Baracken, Ausstellungen mit persönlichen Gegenständen ehemaliger Gefangener sowie Dokumente und Fotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus. Dabei wurde deutlich, wie eng Diktatur, Ausgrenzung und Entrechtung miteinander verbunden sind.

Besonders eindrucksvoll empfanden viele Schülerinnen und Schüler die persönlichen Geschichten ehemaliger Gefangener. „Es ist etwas ganz anderes, die Schicksale direkt an dem Ort zu hören, an dem alles passiert ist“, sagte eine Schülerin des WPUs. Ein anderer Schüler ergänzte: „Mir wurde bewusst, wie wichtig Demokratie und Menschenrechte sind. So etwas darf sich niemals wiederholen.“

Im Anschluss an die Führung nahmen die Kurse an einer Gruppenarbeit teil, in der sie sich im Museum mit unterschiedlichen Fragestellungen beschäftigten. In kleinen Gruppen trugen die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse anschließend vor und zogen ein Fazit.

„Die Exkursion hat gezeigt, dass Geschichte nicht einfach Vergangenheit ist“, erklärte ein Schüler des Geschichts-Leistungskurses. „Man erkennt viele Parallelen zu heutigen Entwicklungen und merkt, wie wichtig es ist, Haltung zu zeigen.“

Die Fahrt nach Trutzhain war für alle Beteiligten eine eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Erfahrung. Sie machte deutlich, wie wichtig Erinnerungsorte sind, um historische Verantwortung lebendig zu halten und demokratische Werte zu stärken.

Die Singbergschule Wölfersheim bedankt sich bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und beim Wetteraukreis für die Unterstützung dieser wichtigen Bildungsfahrt im Zeichen der Erinnerung, Demokratie und Toleranz. (PIK/ZIM)