Global denken, lokal handeln: Singbergschule setzt Zeichen für Engagement
Wie kann man die Welt ein Stück besser machen? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Singbergschule Wölfersheim am 20. Januar auf den Grund. Unter dem Motto „Making a Local Difference“ organisierten die Vorleistungskurse Englisch eine inspirierende Vortragsreihe, die Theorie und Praxis eindrucksvoll verknüpfte.
Initiiert wurde das Projekt von den Lehrkräften Frau Müller und Herrn Schönhals. Ziel war es, das im Englischunterricht behandelte Thema der globalen Herausforderungen, wie etwa Klimawandel oder Migration, greifbar zu machen. Dafür kontaktierten die Kurse im Vorfeld gezielt lokale Institutionen und Organisationen, die sich in der Region für nachhaltige und gesellschaftlich relevante Themen stark machen. Über insgesamt vier Schulstunden hinweg verwandelte sich der neue Bibliotheksbau der Singbergschule in ein Forum für Austausch und Zukunftsvisionen, wobei der gesamte Jahrgang als aufmerksames Publikum teilnahm.
Lokale Experten inspirieren die Jugend
Drei profilierte Gastredner gaben im Rahmen der Veranstaltung tiefe Einblicke in ihre tägliche Arbeit und zeigten auf, wie vielfältig soziales und ökologisches Engagement in der Praxis aussehen kann und dies sogar in der Zielsprache Englisch.
Den Anfang machte Dominik Hideteru Schmitt vom NABU, der die Dringlichkeit des Naturschutzes direkt vor unserer Haustür verdeutlichte. Er legte dar, dass der Erhalt der lokalen Biodiversität ein unverzichtbarer Baustein im Kampf gegen den globalen Klimawandel ist.
Anschließend lenkte Tavier Fairburn vom WIR Vielfaltszentrum den Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit einem klaren Fokus auf Antidiskriminierung inspirierte Fairburn die Jugendlichen dazu, Vielfalt als grundlegende Stärke der Gesellschaft zu begreifen und aktiv für eine inklusive Gemeinschaft einzustehen.
Ergänzt wurde diese Perspektive durch Jochen Rolle von InkA (Inklusive Arbeit Wetterau). Er berichtete eindrucksvoll von der Mission, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen, und brach damit eine Lanze für echte Chancengleichheit in der Region.
Darüber hinaus wurden weitere Organisationen zum Schutz der Tierwelt und zur Teilhabe und Integration aller Menschen unserer Gesellschaft durch Präsentationen und im Vorfeld direkt vor Ort aufgezeichnete Interviews von den Schülerinnen und Schülern vorgestellt.
Ein Fazit mit Nachhall
Die Veranstaltung machte deutlich, dass eine „Global Challenge“ nicht erst auf anderen Kontinenten beginnt und in Angriff genommen werden kann, sondern oft direkt in der Wetterau seinen Anfang nimmt. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von der Leidenschaft der Redner und der Relevanz ihrer Arbeit. Sie sehen darüber hinaus neue Wege ihr im weiteren Verlauf des Schuljahr anstehendes Oberstufenpraktikum möglicherweise in einer der Vorgestellten Organisationen zu absolvieren.
Durch die Kombination aus fachlicher Vorbereitung im Unterricht und dem direkten lokalen Praxisbezug bewies die Singbergschule einmal mehr, wie moderne Bildungsarbeit Brücken zwischen Klassenzimmer und gesellschaftlicher Verantwortung schlagen kann. Die beiden verantwortlichen Lehrkräfte zeigten sich vom Verlauf des Vormittags ebenfalls zufrieden und sind sich sicher, dass eine solche Veranstaltung im nächsten Schuljahr auf jeden Fall wiederholt werden sollte



