Chemie-LKs zu Besuch bei der BASF
Am 08.12.2025 machten sich die beiden Chemie-Leistungskurse der Q1 und der Q3 mit ihrem Chemielehrer Herr Bönicke früh morgens um 6:15 Uhr mit dem Zug von Friedberg aus auf den Weg nach Ludwigshafen, um dort die BASF – die Badische Anilin- und Sodafabrik zu besichtigen. Eingeladen wurden wir exklusiv vom Senior Marketing & Sales Manager der BASF, den der LK der Q3 auf der ACHEMA-Messa 2024 in Frankfurt kennenlernte. Auf dem Weg zur BASF widmeten wir uns im Zug natürlich der Chemie, so z.B. dem Einfluss von Druck auf das chemische Gleichge-wicht – ein Aspekt, der im Zusammenhang mit dem bei der BASF entwickelten Haber-Bosch-Verfahren wichtig wird.
Angekommen in Ludwigshafen erhielten wir zunächst Besucherausweise. Wir wurden dann auf das Werksgelände geführt. Zuvor besichtigten wir aber erst einmal einen Reaktor, der beim berühmten Haber-Bosch-Verfahren zum Einsatz kam.

Die beiden Chemie-LKs der Q1 und der Q3 mit Chemielehrer Herr Bönicke (links) vor dem Reaktor des Haber-Bosch-Verfahrens
Das Verfahren kannten wir bereits aus dem Unterricht. Es dient der Synthese von Ammoniak und trug seinerzeit wesentlich zur Düngemittelproduktion und damit zur Sicherstellung der Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung bei.
Angekommen auf dem Gelände folgte ein Kurzvortrag zur Geschichte und den Arbeitsbereichen der BASF, sodass wir einen vielfältigen und aufschlussreichen Einblick in die Arbeit und die internationale Bedeutung der BASF erhielten.
Im Anschluss an die Präsentation erhielten wir eine ausgiebige Werksführung, die sich vor allem auf den Bereich „Hochdruck“ fokussierte. Wir lernten unterschiedlichste Anlagen kennen, die zur Synthese diverser Stoffe, darunter bspw. Polystyrol, dienen. Sehr beeindruckend war es, dass die BASF sich in vielen Bereichen selbst versorgt. So wird der Stickstoff, der für die Ammoniak-Synthese benötigt wird, aus der Luft extrahiert. Die Bauteile für Synthesen mit Hochdruck werden auch von der BASF entwickelt und gebaut. Damit versorgt die BASF nicht nur sich, sondern primär Unternehmen auf der ganzen Welt. Bei der Entwicklung solcher Bauteile spielt die Chemie eine zentrale Rolle – eine Erkenntnis, die wir an diesem Tag ebenfalls gewinnen konnten. Es ist bspw. darauf zu achten, dass Wasserstoff auf Stahl einwirken und es brüchig machen kann. Was uns ebenfalls beeindruckte ist die Tatsache, dass das Unternehmen stark auf Nachhaltigkeit setzt und es sich zum Ziel macht, Produktionsprozesse so zu optimieren, dass die CO2-Emmission verringert wird. Der Umweltschutz spielt also auch bei einem Chemiekonzern einer solchen Größe eine zentrale Rolle. Ein spannender Fakt in diesem Zusammenhang ist der, dass das Wasser, welches die BASF aus dem Rhein bezieht, sauberer wieder in den Rhein fließt als das Wasser, welches entnommen wurde.
Neben all den aufschlussreichen Fakten und den diversen Produktionsabschnitten hatten wir die Möglichkeit, uns in der Mittagspause im betriebseigenen Restaurant mit den Mitarbeitern der BASF auszutauschen. Während wir uns für berufliche Möglichkeiten interessierten, wollten die Mitarbeiter von uns wissen, wie Schule bei uns heute aussieht und welche Pläne wir haben nach dem Abitur.
Am Ende des Tages kamen wir in dem Tagungsraum wieder zusammen, in welchem wir zu Beginn den Vortrag erhielten. Den Tag schlossen wir mit einer Fragerunde und einem Feedback ab. Fest-zuhalten ist, dass wir sehr beeindruckt davon waren, wie die BASF arbeitet, welche Bereiche sie bedient und wie durchdacht sich das Unternehmen organisiert. Auch über die neuen fachlichen Erkenntnisse freuten wir uns sehr. Nicht zuletzt zeigte uns der Tag vor allem, wie die Chemie im „Großen“ aussehen kann, sprich wie chemische Reaktionen im ganz großen Stil durchgeführt werden, und welche beruflichen Perspektiven die Chemie mit sich bringt.
Wir danken den Mitarbeitern der BASF für diese exklusive Hochdruckführung, die vielen und spannenden Informationen, das Mittagessen und die Gesamtorganisation des für uns sehr gewinnbringenden und gelungenen Tages.
Die Chemie-LKs der Q1 und Q3 von Herr Bönicke




