{"id":8849889,"date":"2023-03-20T16:02:03","date_gmt":"2023-03-20T15:02:03","guid":{"rendered":"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/?p=8849889"},"modified":"2023-04-02T16:03:31","modified_gmt":"2023-04-02T14:03:31","slug":"besichtigung-der-euthanasiegedenkstaette-hadamar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/?p=8849889","title":{"rendered":"Besichtigung der Euthanasiegedenkst\u00e4tte Hadamar"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"color: #800000;\">Eine bewegende und emotionale Erfahrung<\/span><\/h2>\n<p>Am 08.03.2023 besuchte der Wahlpflichtkurs \u201eBleibt nicht stumm \u2013 Diktatur erinnern, aber Demokratie leben!\u201c die Euthanasiegedenkst\u00e4tte Hadamar.<\/p>\n<p>Dankenswerterweise unterst\u00fctzten der Wetteraukreis und die Hessische Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung unterst\u00fctzen die Exkursion finanziell. Geschichtslehrerin und Kursleiterin Beate Kl\u00fcber organisierte die im Unterricht vorbereitete Exkursion und wurde von der Praktikantin und ehemaligen Singbergsch\u00fclerin Anabelle Jakubowski unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst fand ein einf\u00fchrender Workshop statt, der Colin gut gefallen hat: \u201eIch fand es cool, dass wir uns mit dem Schicksal einzelner Betroffener besch\u00e4ftigt haben.\u201c Und Vincent erg\u00e4nzt: \u201eMir hat gefallen, dass der Leiter des Workshops uns einzelne Schicksale n\u00e4her vorgestellt und uns die Hintergr\u00fcnde mithilfe von Bildern erkl\u00e4rt hat.\u201c Die Sch\u00fcler*innen erfuhren hierbei auch Genaueres \u00fcber die unterschiedlichen Phasen der Euthanasie: \u201eIch fand es sehr erschreckend, dass die Menschen im Nachhinein noch verbrannt wurden und die Ermordung mit Gas eigentlich wegen der Proteste eingestellt, aber die Menschen heimlich weiterget\u00f6tet wurden,\u201c sagt Merlin. Im Anschluss fand der Rundgang durch die Gedenkst\u00e4tte statt, wobei die Sch\u00fcler*innen auch den Keller mit der Zelle, in der die Opfer der Euthanasie durch Gas ermordet und anschlie\u00dfend auf einer Schleifbahn transportiert wurden, besichtigten. Dieser grausame und entw\u00fcrdigende Vorgang bewegte die Teilnehmer*innen des Workshops und stimmte sie nachdenklich. Zerdan meint: \u201eF\u00fcr mich war es sehr heftig, dass wir genau dort standen, wo die Toten langgeschliffen wurden.\u201c Schockierend war f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen auch, was mit den T\u00e4tern nach 1945 geschah. Lenn betont: \u201eMich hat es sehr erschreckt, dass die Euthanasie-T\u00e4ter so wenig bestraft wurden und teilweise in ihren Berufen weiterarbeiten durften.\u201c Die Sch\u00fcler*innen werden sich an den Besuch der Gedenkst\u00e4tte sicher noch l\u00e4nger erinnern. Zum Abschluss begaben sie sich trotz Schneetreibens noch zur erh\u00f6ht liegenden Erinnerungslandschaft und legten Blumen am Denkmal ab.<\/p>\n<p>Vom Ort des grausamen Geschehens betroffen sagt Lukas: \u201eIch fand es gut, dass wir die Toten mit Blumen geehrt haben.\u201c Und auch Mia res\u00fcmiert: \u201eIch finde es schrecklich, dass damals so viele unschuldige Menschen ermordet wurden, nur weil sie nicht der Norm entsprachen. Der Moment, in dem wir die Blumen abgelegt haben, war sehr emotional.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine bewegende und emotionale Erfahrung Am 08.03.2023 besuchte der Wahlpflichtkurs \u201eBleibt nicht stumm \u2013 Diktatur erinnern, aber Demokratie leben!\u201c die Euthanasiegedenkst\u00e4tte Hadamar. Dankenswerterweise unterst\u00fctzten der Wetteraukreis und die Hessische Landeszentrale f\u00fcr politische Bildung unterst\u00fctzen die Exkursion finanziell. Geschichtslehrerin und Kursleiterin Beate Kl\u00fcber organisierte die im Unterricht vorbereitete Exkursion und wurde von der Praktikantin und ehemaligen Singbergsch\u00fclerin Anabelle Jakubowski unterst\u00fctzt. Zun\u00e4chst fand ein einf\u00fchrender Workshop statt, der Colin gut gefallen hat: \u201eIch fand es cool, dass wir uns mit dem Schicksal einzelner Betroffener besch\u00e4ftigt haben.\u201c Und Vincent erg\u00e4nzt: \u201eMir hat gefallen, dass der Leiter des Workshops uns einzelne Schicksale n\u00e4her vorgestellt und uns die Hintergr\u00fcnde mithilfe von Bildern erkl\u00e4rt hat.\u201c Die Sch\u00fcler*innen erfuhren hierbei auch Genaueres \u00fcber die unterschiedlichen Phasen der Euthanasie: \u201eIch fand es sehr erschreckend, dass die Menschen im Nachhinein noch verbrannt wurden und die Ermordung mit Gas eigentlich wegen der Proteste eingestellt, aber die Menschen heimlich weiterget\u00f6tet wurden,\u201c sagt Merlin. Im Anschluss fand der Rundgang durch die Gedenkst\u00e4tte statt, wobei die Sch\u00fcler*innen auch den Keller mit der Zelle, in der die Opfer der Euthanasie durch Gas ermordet und anschlie\u00dfend auf einer Schleifbahn transportiert wurden, besichtigten. Dieser grausame und entw\u00fcrdigende Vorgang bewegte die Teilnehmer*innen des Workshops und stimmte sie nachdenklich. Zerdan meint: \u201eF\u00fcr mich war es sehr heftig, dass wir genau dort standen, wo die Toten langgeschliffen wurden.\u201c Schockierend war f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen auch, was mit den T\u00e4tern nach 1945 geschah. Lenn betont: \u201eMich hat es sehr erschreckt, dass die Euthanasie-T\u00e4ter so wenig bestraft wurden und teilweise in ihren Berufen weiterarbeiten durften.\u201c Die Sch\u00fcler*innen werden sich an den Besuch der Gedenkst\u00e4tte sicher noch l\u00e4nger erinnern. Zum Abschluss begaben sie sich trotz Schneetreibens noch zur erh\u00f6ht liegenden Erinnerungslandschaft und legten Blumen am Denkmal ab. Vom Ort des grausamen Geschehens betroffen sagt Lukas: \u201eIch fand es gut, dass wir die Toten mit Blumen geehrt haben.\u201c Und auch Mia res\u00fcmiert: \u201eIch finde es schrecklich, dass damals so viele unschuldige Menschen ermordet wurden, nur weil sie nicht der Norm entsprachen. 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