{"id":17439494,"date":"2026-05-11T19:35:55","date_gmt":"2026-05-11T17:35:55","guid":{"rendered":"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/?p=17439494"},"modified":"2026-05-11T19:35:55","modified_gmt":"2026-05-11T17:35:55","slug":"schulefuerpressefreiheit-wie-wir-lernen-medien-kritisch-zu-hinterfragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/?p=17439494","title":{"rendered":"#SchuleF\u00fcrPressefreiheit \u2013 Wie wir lernen, Medien kritisch zu hinterfragen"},"content":{"rendered":"<p>W\u00f6lfersheim. Nachrichten sind allgegenw\u00e4rtig: auf dem Smartphone, im Fernsehen oder in sozialen Netzwerken. Doch wie verl\u00e4sslich sind diese Informationen eigentlich? Genau dieser Frage widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 6. Hessischen Aktionstages \u201e#SchuleF\u00fcrPressefreiheit\u201c. Es galt Medien kritisch zu hinterfragen und Informationen bewusst zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Florian H\u00f6hr vom DFF Deutschen Filminstitut und Filmmuseum. Anhand verschiedener Filmbeispiele zeigte er, wie leicht sich Realit\u00e4t und Fiktion vermischen k\u00f6nnen. Besonders eindr\u00fccklich war das Beispiel der sogenannten \u201eMockumentary\u201c \u2013 einer scheinbar dokumentarischen Filmform, die jedoch auf erfundenen Inhalten basiert. Der Film \u00fcber die fiktive Band\u00a0<em>Fraktus<\/em>\u00a0verdeutlichte dies: Obwohl die Band nie existierte, wirkt ihre Geschichte durch Interviews und Archivmaterial t\u00e4uschend echt.<\/p>\n<p>Auch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zeigten sich beeindruckt von den Erkenntnissen. \u201eMir war vorher nicht bewusst, wie stark Medien Inhalte manipulieren k\u00f6nnen. Gerade bei Interviews denkt man ja, dass alles echt ist\u201c, erkl\u00e4rte die Elftkl\u00e4sslerin Larissa. \u201eJetzt wei\u00df ich, dass man viel genauer hinschauen muss.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel, das die Problematik medialer Inszenierung aufzeigt, ist der Film\u00a0<em>Das Millionenspiel<\/em>\u00a0(1970). Dieser inszeniert eine brutale Spielshow so realistisch, dass viele Zuschauer ihn damals f\u00fcr eine echte Fernsehsendung hielten. Solche Beispiele machen deutlich, wie stark Medien unsere Wahrnehmung beeinflussen k\u00f6nnen \u2013 und wie wichtig es ist, Inhalte nicht unkritisch zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf wurde auch die Frage diskutiert, welche Medien als seri\u00f6s gelten k\u00f6nnen. Schnell wurde klar: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Selbst Interviews k\u00f6nnen durch geschickten Schnitt ver\u00e4ndert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden. Daher ist es entscheidend, Informationen aus verschiedenen Quellen zu vergleichen.<\/p>\n<p>Hier kommt das sogenannte \u201eZweiquellenprinzip\u201c ins Spiel: Eine Information sollte erst dann als glaubw\u00fcrdig gelten, wenn sie durch mindestens zwei voneinander unabh\u00e4ngige, seri\u00f6se Quellen best\u00e4tigt wird. Diese Methode hilft, Falschinformationen zu erkennen und sich ein fundiertes Urteil zu bilden.<\/p>\n<p>Auch aus Sicht der Schule ist diese Kompetenz zentral. Fachbereichsleiterin Christine Weckler betonte: \u201eGerade in Zeiten von Social Media ist es unerl\u00e4sslich, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lernen, Informationen kritisch zu pr\u00fcfen. Medienkompetenz ist keine Zusatzqualifikation mehr, sondern eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr gesellschaftliche Teilhabe.\u201c<\/p>\n<p>Schulleiter Olaf Bogusch hob zudem die gesellschaftliche Bedeutung der Pressefreiheit hervor: \u201eEine funktionierende Demokratie ist ohne freie und unabh\u00e4ngige Medien nicht denkbar. Pressefreiheit bedeutet nicht nur das Recht zu informieren, sondern auch die Verantwortung, Informationen kritisch zu pr\u00fcfen und einzuordnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Veranstaltung machte deutlich: Wer Nachrichten verstehen will, muss lernen, kritisch zu denken, Quellen zu pr\u00fcfen und auch vermeintlich glaubw\u00fcrdige Inhalte zu hinterfragen. Nur so kann man sich in der heutigen Informationsflut orientieren und zwischen Fakten und Inszenierung unterscheiden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-17551129 size-full\" src=\"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51.jpg\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"2048\" srcset=\"https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51.jpg 1536w, https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51-300x400.jpg 300w, https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51-768x1024.jpg 768w, https:\/\/singbergschule-woelfersheim.de\/wp-content\/uploads\/PHOTO-2026-05-10-20-59-51-1152x1536.jpg 1152w\" sizes=\"auto, (max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00f6lfersheim. 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Selbst Interviews k\u00f6nnen durch geschickten Schnitt ver\u00e4ndert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden. Daher ist es entscheidend, Informationen aus verschiedenen Quellen zu vergleichen. Hier kommt das sogenannte \u201eZweiquellenprinzip\u201c ins Spiel: Eine Information sollte erst dann als glaubw\u00fcrdig gelten, wenn sie durch mindestens zwei voneinander unabh\u00e4ngige, seri\u00f6se Quellen best\u00e4tigt wird. Diese Methode hilft, Falschinformationen zu erkennen und sich ein fundiertes Urteil zu bilden. Auch aus Sicht der Schule ist diese Kompetenz zentral. Fachbereichsleiterin Christine Weckler betonte: \u201eGerade in Zeiten von Social Media ist es unerl\u00e4sslich, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler lernen, Informationen kritisch zu pr\u00fcfen. 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