23
JAN
2020

Qualifikation für Landesentscheid in der Frankfurter Fraport Arena

Erneuter Erfolg für die WK-II-Jungs der Singbergschule beim Handball Regionalentscheid

Wie in den letzten Jahren, hatte sich das Team im November erfolgreich für den Regionalentscheid qualifiziert. Doch aufgrund des 50-jährigen Jubiläums des „Jugend trainiert für Olympia“-Wettbewerbs, wurde der Modus bei diesem Turnier etwas verändert: Musste man sich in den Vorjahren „nur“ gegen vier starke Gegner durchsetzen, war das Feld in diesem Jahr mit 8 Mannschaften noch breiter besetzt. Der Lohn fällt entsprechend auch höher aus, so qualifiziert sich der Sieger des Turniers für den Landesentscheid, der dieses Jahr mit vier Mannschaften vor großer Prominenz in der Fraport Arena in Frankfurt stattfinden wird. Dies waren die Vorzeichen.

Die Singbergschüler, die eine mittlerweile sehr eingespielte Mannschaft stellen, erwischten an diesem Tag in der Auslosung eine machbare Gruppe und rechneten sich gute Chancen auf das Halbfinale aus. So wurde der erste Gegner aus Grünberg auch souverän besiegt (17:8) und im zweiten Spiel wartete mit der Gießener Herderschule der schwerste Brocken der Gruppenphase. Und die Jungs vom Singberg verpassten auch noch den Start in die Partie, kämpften sich äußerst mühsam heran und mussten mit einem Tor Rückstand die Seiten wechseln. Doch nicht nur in dieser zweiten Halbzeit, wie sich später zeigen sollte, konnte das Team eine Schippe drauflegen: Yannick vernagelte phasenweise das Tor und in der Schlussphase konnten wir uns sogar noch absetzen, Endstand 12:8, nicht zuletzt wegen eines stark aufgelegten Max. Das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Kirchhain hatte wenig sportlichen Wert und wir gewannen letztlich wenig überzeugend aber immerhin klar mit 15:11.

Nun wartete im Halbfinale das Team des Gymnasiums aus Oberursel, das wir bereits beim Vorentscheid denkbar knapp mit einem Tor Unterschied besiegen konnten. Entsprechend waren wir gut vorbereitet auf ein enges Spiel, bei dem der Gegner uns einiges abverlangen würde. Auch hier war die erste Halbzeit äußerst ausgeglichen und erst im zweiten Durchgang bekamen wir mehr Zugriff auf den Oberurseler Rückraum. Schließlich reichten bei Oberursel auch die Kräfte nicht mehr ganz und nach sehenswerten Toren der Singbergschüler zogen wir mit 14:10 ins Finale ein.

Wie zu erwarten war, stand uns nun die Goetheschule aus Wetzlar um Junioren-Nationalspieler Niklas Theiss gegenüber. Der Start in die Partie verlief positiv, sodass wir durch gut herausgespielte Tore mit 4:2 in Führung gehen konnten. Doch in der Folge standen wir defensiv nicht perfekt und vorne unterliefen uns Fehler gegen die gute Deckung der Wetzlarer – plötzlich waren wir mit 4:6 im Hintertreffen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bis zur Pause. Halbzeitstand 8:7 für die Singbergschule. In der Pause wurde die taktische Vorgabe für die Partie nochmals bekräftigt und der gute Teamgeist beschworen. Mit Erfolg: Vorne schloss insbesondere Melvin eiskalt gegen den starken Keeper ab (erfolgreichster Schütze im Finale) und hinten glänzte Yannick (40% gehaltene Bälle im gesamten Turnierverlauf) in Zusammenarbeit mit der formidablen Abwehr um Max und Jannik förmlich, entschärfte einen Ball nach dem nächsten, u.A. zwei riesige Chancen des Jungnationalspielers. Auch der letzte Versuch Wetzlars mit offener Manndeckung lief ins Leere – die Singbergschule gewinnt erneut den Regionalentscheid (Finalergebnis 14:12) und qualifiziert sich verdient für den Landesentscheid in der Frankfurter Fraport Arena am 11.03.2020.

Es spielten: Yannick Dorn (Tor); Melvin Borse (12 Tore), Benjamin Eulenkamp, Brian Kammer, Alex Nagel (8/1), Jonas Neutzner (4), Jannik Schwab (13), Maxi Sonsalla, Ben Steffan (14), Vincent Steininger (3), Max Wolf (17).

Insgesamt hat die Mannschaft erneut gezeigt, warum sie so erfolgreich ist: Konzentration auf das Wesentliche, unbedingter Siegeswille gepaart mit toller Athletik und Spaß am Handball. Es macht viel Spaß diesen Jungs zuzuschauen, wie sie eine Herausforderung nach der nächsten meistern.

Bericht: Ch. Ormond